Hamlet
William Shakespeare

Langsam, fast spielerisch legt sich die Schlinge um den Hals, umschmeichelt ihn, verengt sich oder dehnt sich, zieht sich langsam fester und fester zu, um plötzlich kein Entrinnen mehr zu erlauben. – In Shakespeares tragischem Krimi sitzen alle im selben Boot und steuern eben jenes in einen Strudel aus machtpolitischem Kalkül und blinder Zerstörungswut. Das Ensemble der St. Pauli Ruine erweckt, an geschichtsträchtigem Ort, den Klassiker zu neuem Leben: Ein fesselnder, tiefgründiger Abend über den schmalen Grat zwischen dem Guten und dem Bösen, über Moral und Berechnung, Macht und Unterwerfung, Liebe und Tod – schwarzhumorig und feinsinnig, belehrend, bewegend und unterhaltsam zugleich.

"Es sind weniger die tragischen
als vielmehr die komischen Momente,
die im Gedächtnis haften bleiben."
Dresdner Neueste Nachrichten

Diese Inszenierung ist nicht mehr im Repertoire. 

Regie: Jörg Berger
Ausstattung: Kathleen Mai

Musik: Mario Sollazzo
Dramaturgie: Doreen Klömich

   
 

Darsteller:

Hamlet: Björn Schröder
Claudius, König von Dänemark:
Frank Weiland
Gertrud, Mutter: Ilka Knigge
Geist des Vaters: Olaf Nilsson
Polonius: Karl M. Weber
Ophelia: Judith Sarah Hellmann
Laertes: Alexander Keller
Horatio: Leander Mieth
Güldenstern: Gabi Nagel
Rosenkranz: Sandra Hartwig

Fortinbras: Olaf Nilsson
Hauptmann: Karl M. Weber
Totengräber: Weber, Nilsson

Wachposten, Höflinge, Gefolge, Schauspieler, Gesandte ...
Jens Döring (u.a. Mörder)
Karsten Grosse (u.a. Priester)
Lutz Koch (u.a. Osrik)
Sebastian Hellmann
(u.a. König)
Sören Haak (u.a. Norweger)
Sarah Bauer I Tina Schenke*
(u.a. Königin)
Ursula Recknagel*
Javier Brunet*



Tontechnik:
Ruth Bodewig I Ralf Resack*

Lichttechnik: Elisabeth Adler I Odette Rommeck*

Mitarbeit Ausstattung:
Irmtraut Riethmüller,
Gisela Ludwig,
Sandra Tschursch


Produktion:
Theaterruine St. Pauli e.V.


Premiere: 4. Juli 2008


Presse



 
 

 
Etwas ist faul im Staate Dänemark: Nach dem Tod von Hamlets Vater zögert sein Onkel Claudius nicht lange und übernimmt sowohl Herrschaft über das Königreich als auch den noch warmen Platz im Ehebette Hamlets Mutter.
Der Geist seines toten Vaters fordert von Hamlet Rache am neuen König, dem
kaltblütigen Brudermörder Claudius. Es beginnt ein wahnwitziges und mörderisches Spiel im Spiel, das in Verfall und Selbstauslöschung eines ganzen Systems kulminiert. Der Rest ist Schweigen...
 
   

„So sollt ihr hör’n von unnatürlich-blutrünstigen Taten, von blinder Himmelsfügung, Zufallsmorden, von Toden durch Verstrickung, List, Gewalt und hier, am End, von Plänen fehlgeschlagen, zurückgefall’n auf der Erfinder Haupt…“ Horatio



   
   
   
   
   
   
   
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