Gastspiel: subsTANZ/massimo gerardi


Nominiert für den Kölner Tanztheater-Preis 2012 Prämiert beim Wettbewerb VisualArt & Sound der Stiftung Volksbank Bruchsal/Bretten

HOT DOG – das ist eine Tanzperformance über die Kunst im Alltag und das Alltägliche in der Kunst, über Popularität, Teilhabe und Reproduktion. Ein offenes Raumkonzept ermöglicht die Auflösung der Trennung von Bühne und Zuschauern, die direkt ins Geschehen einbezogen und aufs Neue konfrontiert werden mit dem Geist und der immer wiederkehrenden Frage der Pop Art: Was ist Kunst und was nicht?
In dem choreographischen Vorgang der Abstraktion findet man einerseits den für die Pop Art so wichtigen Aspekt von Serialität und Reproduktion, andererseits den einzigartigen, unerwartbaren und dadurch wirklich auffälligen choreographischen oder szenischen Moment, der „neu“ ist.
Die Bilder spielen hin und her zwischen Kunst und Konsum und bewegen sich in Richtung Andy Warhols Ziel vom „glücklichen Konsumautomaten“ (von Kunst):
Ist dies heute vielleicht schon erreicht?



Der Tänzer und Choreograph Massimo Gerardi ist seit September 2012 Dozent an der Palucca Hochschule für Tanz. Davor war er freiberuflicher Choreograph in Köln und gestaltete verschiedene Tanzinszenierungen an Theatern im In- und Ausland sowie in der freien Szene. Mit HOT DOG, der jüngsten Tanzproduktion seiner hochkarätigen Compagnie über Pop Art & Andy Warhol, reist er nach dem Gastspiel in der St. Pauli Ruine direkt weiter zum Internationalen Theaterfestival nach Sibiu/Rumänien, wohin er mit seinem neuen Stück eingeladen wurde.

DAS TEAM

Choreografie

Massimo Gerardi, Dozent für zeitgenössischen Tanz an der Palucca Hochschule. Arbeitete als Tänzer für Teatro Comunale/Firenze, ATERballetto Reggio Emilia, Teatro Fenice/Venezia, Theater Augsburg, Ballett Dortmund, Ballett Linz und als Solist bei Ballett Nürnberg. Tanzte in Choreographien von Birgit Cullberg, William Forsythe, Amanda Miller, Rui Horta, Jacopo Godani, u.a. Preise bei den Choreographen-Wettbewerben von Hannover, Firenze und Treviso. Im Jahr 2000 erhielt er von der Kunststiftung NRW ein Stipendium für Choreographie mit Hospitanzen am Nederlands Dans Theater, Icelandic Ballet, Göteborg Balletten und an der Komischen Oper Berlin. Neben seinen Stücken für movingtheatre.de, für die er 2006 und 2009 mit dem Kölner Tanzpreis ausgezeichnet wurde, schuf er weitere choreographische Arbeiten für Staatsheater Oldenburg, Theatre de Saint Quentin en Yvelines/Paris, Theater Stralsund-Greifswald, Theater Kiel, Theater Aachen, Festival Corpi Sensibili/Udine, Theater Odeon/Bukarest und Theater Giessen. Von 2009 bis 2011 Dozent für zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln.

BÜHNE/KOSTÜME

Michele Lorenzini studierte an der „Accademia di Brera“ in Mailand und an der Kunst-akademie München. Von 2002 bis 2004 war er als Bühnenbildassistent am Theater Freiburg beschäftigt. Seit 2004 als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner u.a. am Badischen Staatstheater Karlsruhe, am Staatstheater Freiburg, am Nationaltheater Weimar, für die Tanzcompany des Stadttheaters Gießen und am Staatstheater Stuttgart.


KOMPOSITION

Michio Der Gitarrist und Komponist studierte an der Wiener Musikhochschule und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst des Saarlandes. Als Gitarrist tourt er sowohl als Solist als auch mit verschiedenen Ensembles regelmäßig durch Europa und Japan, ist Gast auf renommierten internationalen Gitarrenfestivals. Er ist Preisträger verschiedener Gitarrenwettbewerbe und hat als Gast- und Bühnenmusiker mit namhaften Orchestern und Staatstheatern wie dem Saarbrücker Staatstheater, dem Darmstädter Staatstheater, dem Lohorchester Sondershausen, dem Oldenburger Staatstheater und der Deutschen Oper am Rhein zusammengearbeitet. Michios kompositorisches Schaffen erstreckt sich von Auftragskompositionen für klassische Ensembles und Solisten über Bühnenmusiken für Ballett bis hin zu Filmscores und zeitgenössischen Tanztheaterprojekten der freien Szene. So komponierte er u.a. für das Ballettensemble des Darmstädter Staatstheaters, das Ballett des Landestheater Linz, für "Landerer & Company"/Hannover, für "movingtheatre.de"/Köln, für die Tänzerin/Choreografin Maura Morales und den Schweizer Cembalisten Vital Frey.


TANZ

Luciano Ariel Lanza Geboren in Buenos Aires Ausbildung an der Staatlichen Akademie für Tanz in Rom. Er tanzte in verschiedenen Produktionen von Adriana Borriello sowie für die Choreographen Ismael Ivo, Laura Martorana, Joseph Fontano und Wayne Mc Gregor. 2010 erhielt er eine besondere Auszeichnung und ein Stipendium des Tanzwettbewerbs in Spoleto.

Riccardo Sbrighi studierte Tanz in Brüssel und an der Academy of Nevada Ballet Theatre. Er erhielt diverse Stipendien in den Bereichen Zeitgenössischer Tanz, Hip Hop und Lyrical Jazzdance. Seit 2005 arbeitet er als Tänzer für Lonneke Van Leth Producties / Den Haag, GOTRA Ballet / Herleen, Club Guy&Roni / Groningen, Nevada Ballet Theatre / Las Vegas und den Choreographen Sagi Gross. Darüber hinaus wirkte er in vielen italienischen Tanzproduktionen mit.

Lisa Gropp Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/M. Engagements am Staatstheater Oldenburg / Tanzkompanie „MS Schrittmacher“ und in verschiedenen Produktionen von Felix Ruckert, Martin Stiefermann, Guy & Roni, Misael Lopez, Carlos Cortizo, u.a. Seit 2007 tanzt sie regelmäßig in Produktionen von Massimo Gerardi: Contrast Ratio, Flashback, Time Lapse.

Morgane de Toeuf
studierte Tanz in Brüssel und an der Ecole de danse in Genf. Danach wurde sie Mitglied des Geneva Junior Ballet und tanzte dort Choreographien von Gilles Jobin, Ken Ossola and Patrick Delcroix. Von 2008 bis 2011 war sie Solistin am Stadttheater Gießen, wo sie viele Hauptrollen in Stücken von Tarek Assam, Philip Taylor und David Williams verkörperte. Momentan arbeitet sie freischaffend und kreiert und tanzt eigene Produktionen in NRW.

 

Gefördert von:
Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen


06.06.2013, 20:30 Uhr
Kartenpreis: 15 [10]


Choreographie und Idee: Massimo Gerardi Bühne und Kostüme: Michele Lorenzini Komposition/Live-Einspielung: Michio Performers: Riccardo Sbrighi, Luciano Ariel Lanza, Morgane de Toeuf, Lisa Gropp

Hier mehr Informationen:

http://www.massimo-gerardi-substanz.de/